Legionellenprüfung, und zwar zügig!?!?

Am 09.11.2011 trat die neue Trinkwasserverordnung in Kraft. Von dieser neuen Trinkwasserverordnung sind nicht nur Wasserversorgungsunternehmen betroffen, sondern ebenso sonstige Inhaber einer Wasserversorgungsanlage, mithin Eigentümer/Vermieter. Gemäß § 3 Nr. 2e TrinkwV gehören zu den Wasserversorgungsanlagen auch die Anlagen der Hausinstallation, aus denen Wasser für den menschlichen Gebrauch abgegeben werden. Nach § 14 Abs. 3 TrinkwV hat jeder Unternehmer oder sonstige Inhaber einer zentralen Wasserversorgungsanlage, in der sich eine Anlage zur Trinkwassererwärmung befindet, das Wasser auf Legionellen zu untersuchen. Im Ergebnis sind alle Mehrfamilienhäuser mit zentralen Wasserversorgungsanlagen hiervon betroffen. Gemäß § 14 Abs. 3 S. 3 TrinkwV i.V. mit Anl. 4 Teil II b) wird die Häufigkeit der Untersuchung auf einmal jährlich bestimmt. Sind jedoch in drei aufeinander folgenden Jahren keine Beanstandungen festgestellt worden, kann das Gesundheitsamt längere Untersuchungsintervalle festlegen. Die Untersuchungen haben an mehreren repräsentativen Probeannahmestellen zu erfolgen. Das Untersuchungsergebnis ist gemäß § 15 Abs. 3 TrinkwV in einer Niederschrift mit festgelegtem Inhalt aufzunehmen, innerhalb von zwei Wochen eine Kopie an das Gesundheitsamt zu senden und sodann mindestens 10 Jahre lang zur Verfügung zu halten.

Da es sich um Kosten der Wassererwärmung nach § 8 Abs. 2 HeitzKV handelt, sind die Prüfungskosten auch nur in der Heizkostenabrechnung zu berücksichtigen.

Ursprünglich sollten spätestens bis Ende Oktober 2012 Immobilieneigentümer ihre Trinkwasseranlagen einer Überprüfung auf Legionellen unterziehen. Nun ist eine Verlängerung dieser Frist vom Gesetzgeber geplant; die Umsetzung verzögert sich jedoch. Im Zuge einer Neuregelung der Verordnung sollte diese Frist bis zum 31.12.2013 verlängert werden. Ob die geplante Fristverlängerung rechtzeitig bis Ende Oktober in Kraft tritt, ist jedoch fraglich.

Die Entscheidung des Bundesrats wurde nun auf den 12.10.2012 vertagt. Der Zeitpunkt für die regelmäßige Untersuchung soll bei dieser Gelegenheit von einem auf drei Jahre ausgedehnt werden.

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