Hochwasserschäden – Versichert oder nicht?

Derzeit stellt sich aufgrund der aktuellen katastrophalen Hochwasserlage in vielen Teilen Deutschlands für Hauseigentümer sowie Mieter die Frage, ob das Gebäude sowie die Einrichtung gegen Hochwasserschäden versichert sind. Üblicherweise ist über eine Hausrat- oder Gebäudeversicherung lediglich der Schaden abgedeckt, der durch Leitungswasser etc. entsteht. Nur bei Abschluss einer sogenannten Elementarschadenversicherung sind Schäden mitversichert, die durch Katastrophen wie Erdbeben, Überschwemmung, Erdrutsch oder Schneelawinen mitversichert sind. Ob und wie weit die Versicherungen bereit sind, für bestimmte Gebäude eine Elementarschadenversicherung abzuschließen, hängt im Wesentlichen von der Lage des Gebäudes ab. Teilweise ist es Eigentümern in hochwassergefährdeten Gebieten fast gar nicht oder nur bei extrem hoher Beitragszahlung möglich, eine derartige Elementarschadenversicherung abzuschließen. Gerade jedoch in Gebieten, in denen es in den letzten Jahren bereits zu Überschwemmungen gekommen ist, haben Anwohner kaum eine Möglichkeit, eine derartige Versicherung abzuschließen und nach einem Schadensereignis in Anspruch zu nehmen. Möglich wäre dies zu tragbaren Beiträgen wohl nur über eine Pflichtversicherung.

Hinweis an Vermieter: Sofern Sie eine entsprechende Elementarschadenversicherung abgeschlossen haben, kann der Versicherungsbeitrag grundsätzlich im Rahmen der Betriebskosten auf die Mieter umgelegt werden. Allerdings erfährt diese Umlage dadurch eine Einschränkung, dass der Abschluss der Versicherung sinnvoll sein muss. Sofern eine Versicherung nur zur Absicherung gegen einzelne Gefahren abgeschlossen wurde, z.B. in höher gelegenen Gebieten, dürfen die Kosten für eine Versicherung gegen Hochwasser ebenso wenig umgelegt werden, wie die in Schleswig-Holstein gegen Schneelawinen.