BGH - aktuell: Bestellung des Verwalters nach dem Objektprinzip?

Wenn eine Eigentümergemeinschaft einen neuen Verwalter bestellen möchte, ist hierfür nach § 26 Absatz 1 Wohnungseigentumsgesetz (WEG) die einfache Stimmenmehrheit erforderlich. Wie die Stimmen allerdings auszuzählen sind, wird von § 26 WEG jedoch nicht geregelt.

Aktuell entschied der Bundesgerichtshof (kurz BGH) , dass das in § 25 WEG festgelegt Kopfprinzip abdingbar ist. Das heißt, die Eigentümergemeinschaft kann auch eine andere Wertung der Stimmen vereinbaren. Im zu entscheidenden Fall stellt sich die Frage, ob die Wahl des Verwalters auch nach dem Objektprinzip durchgeführt werden kann, d.h. jeder Wohnung steht eine Stimme zu. Der BGH hält diese Vorgehen für zulässig und wies damit eine entsprechende Beschlussanfechtung zurück.

Wir beraten Sie gern hinsichtlich dieser und noch weiterer Fragestellungen in Punkto Verwalterbestellung sowie Stimmenrechten.