Änderung der Zwangsvollstreckungsregeln – oder die neue Macht der Gerichtsvollzieher!

Der Gerichtsvollzieher erhält durch die Zwangsvollstreckungsreform, die am 01.01.2013 in Kraft tritt, mehr Macht. Diese kommt im Ergebnis den Gläubiger zugute. Oft kommen Zwangsvollstreckungsaufträge mit dem Vermerkt zurück, dass der Schuldner „unbekannt verzogen“ sei. Dies kann sich nun ändern. Denn zum weiteren Aufgabenbereich eines Gerichtsvollziehers wird zukünftig die Recherche nach dem Aufenthalt des Schuldners gehören. Die Gerichtsvollzieher dürfen sich bei folgenden Stellen Auskünfte einholen:

  1. Meldebehörde, Ausländerzentralregister à wenn erfolglos, dann
  2. gesetzliche Rentenversicherung à wenn erfolglos, dann
  3. Kraftfahrt-Bundesamt

Eine Auskunft zu 2. und 3. erfolgt nur, wenn der Anspruch die Summe von 500,00 € übersteigt ohne Rechtsanwaltskosten und Nebenforderungen.

Weitere Aufgaben der Gerichtsvollzieher sind folgende:

  • Versuch einer gütlichen Einigung
  • Einholung einer Vermögensauskunft des Schuldners
  • Einholung von Auskünften Dritter über das Vermögen des Schuldners
  • Pfändung und Verwertung körperlicher Sache
  • Durchführung der Vorpfändung

Über weitere Änderungen in der Zwangsvollstreckung informieren wir Sie gern!